Türchen 12 · Schwierigkeiten bei Entscheidungsfindung
Ausschnitt aus dem Workbook
Menschen mit hoher kognitiver Intelligenz haben oft das Gefühl sich nicht gut entscheiden zu können oder, dass es „ewig“ dauert und manchmal dann zu spät ist. Das kann auch eine unbewusste Strategie sein, wenn man eine bereits getroffene Entscheidung ungern oder gar nicht kommunizieren möchte. Grundsätzlich ist es so, dass die hohe Komplexität des Denkens die Berücksichtigung multipler Faktoren erleichtert und es dadurch zu größeren Mengen an entscheidungsrelevanten Faktoren kommt, die dann die Entscheidung erschweren.
In unserer Kindheit lernen wir uns zu entscheiden und zwar im besten Fall auf der Basis unserer Präferenzen. Doch die müssen wir erst einmal kennenlernen und in Erfahrung bringen. Ergo: Kennen wir unsere Präferenzen nicht, fällt eine Entscheidung sehr schwer. Dazu kommt im Erwachsenenalter das Bewusstsein darüber, dass es viele Faktoren gibt, die zu berücksichtigen sind und wir können uns ungefähr das Maß der Unsicherheit vorstellen, unter dem wir eine Entscheidung treffen.
Wie erlernen wir Entscheidungsfähigkeit? Indem wir anfangen, aufhören, anfangen, aufhören… Hobbies, Interessen, Freundschaften – einfach alles sollten Kinder ausprobieren. Immer und immer wieder und ja auch öfter. Das gilt übrigens grundsätzlich für Kinder. Es ist ein Entwicklungsschritt. Können wir uns als Erwachsene also schwer entscheiden oder gibt es andere Probleme dabei wie ein hohes Maß an Stress oder eine ungewöhnlich lange Dauer, die Druck erzeugt, lohnt es sich mal hinzuschauen, ob es hier möglicherweise eine Entwicklungsstörung gegeben hat. Großes Wort, ich weiß, nützt aber nix 😉.
Wenn Kinder „gezwungen“ werden sich „endlich mal zu**** entscheiden“ oder „nur“ eine stark limitierte Anzahl an Interessen und Hobbies nachgehen zu dürfen (die Gründe dafür sind vielfältig und aus Erwachsenenperspektive absolut gerechtfertigt und sachlogisch!), kann es zu so einer Entwicklungsstörung kommen. Das Gute daran: auch im Erwachsenenalter kann das „nachentwickelt“ werden. Zum Beispiel im Rahmen von individuellem Coaching.
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Ich freu mich schon drauf!
Herzliche Grüße
Miriam
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